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Schulden mit Freude übernommen

Die Landesstraßenbaubehörde konnte ihre Baumschulden mithilfe unserer Grüne-Band-Flächen verringern. Win-Win!

Fünf Spaten stießen feierlich in einen für diesen Pressetermin aufgeschütteten Erdhaufen, hebelten in bester Spaten-Manier den Börder Boden im Grünen Band bei Ohrsleben hoch und schleuderten ihn gelenk ins naheliegende quadratische Loch, um auch dem letzten dieser 600 frisch gepflanzten Bäume Nährstoffe und Halt zu geben.

Schulden hat niemand gern, auch nicht die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB). Die hat über die letzten Jahre jedoch ein hohes Defizit bei den sogenannten Ersatzpflanzungen angehäuft. „Baumschulden“ entstehen, wenn an den Bundes- und Landesstraßen aus Gründen der Verkehrssicherheit Bäume weichen müssen. Häufig ist dann an Ort und Stelle keine Neupflanzung möglich. Anderweitige Flächen werden benötigt und die sind oft nur schwierig zu finden.

V.l.n.r.: Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann, Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Lydia Hüskens, FDP-Landtagsabgeordneter Maximilian Gludau, SUNK-Geschäftsführerin, Dr. Nele Herkt, Christian Hillgruber von der Landesstraßenbaubehörde. Fotos: Manuel Pape / SUNK.

Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann

Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Lydia Hüskens

Christian Hillgruber von der Landesstraßenbaubehörde

Dr. Nele Herkt, Geschäftsführerin der SUNK

Wir, die SUNK, verantworten über 1.900 Hektar im Nationalen Naturmonument „Grünes Band“. Ziel ist, hier verschiedene Biotope miteinander zu verknüpfen, bis dass sie nahezu lückenlos an der ehemaligen innerdeutschen Grenze entlangführen und unzähligen geschützten und seltenen Tier- und Pflanzenarten ein Refugium bieten.

Diese Flächen sind wie geschaffen für eine Baumschulden-Tilgung im großen Stil, dachte sich die Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH und brachte uns mit der LSBB an einen Tisch. „Wir haben einen Teil der Baumschulden der LSBB sehr gerne übernommen“, sagt Dr. Nele Herkt, Geschäftsführerin der SUNK, „wir stellen die notwendige Fläche zur Verfügung und kümmern uns nach fünf Jahren um das, was uns so wertvoll ist: die neuen Biotopstrukturen“.

So konnten nun bei Waddekath im Altmarkkreis Salzwedel und bei Ohrsleben im Landkreis Börde 600 neue Bäume gepflanzt werden: Stieleichen, Winterlinden, Apfel- und Pflaume in alten Sorten. Wenn dieses Mammut-Projekt im kommenden Jahr abgeschlossen sein wird, erfreut sich Sachsen-Anhalt an 2.880 neuen Bäumen.

Der erste große Schritt wurde am Mittwoch, 8. November 2023, getan. Die eingangs erwähnten Zeremonie-Spaten wurden geführt vom Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann, von der Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Lydia Hüskens, vom FDP-Landtagsabgeordneten, Maximilian Gludau, von Christian Hillgruber, Fachbereichsleiter bei der Landesstraßenbaubehörde sowie von unserer Geschäftsführerin, Dr. Nele Herkt.

Herkt betonte außerdem den besonderen Wert dieser Zusammenarbeit im Grünen Band: „Das grüne Band lässt unzählige Lebensräume ineinandergreifen, es verknüpft sie zu einem Schutz bietenden Korridor, der die Wanderung von Tier- und Pflanzenarten begünstigt. Es verbindet die Erinnerungen menschlicher Schicksale mit der Gegenwart und es bringt Menschen zueinander, die erst durch ihre Zusammenarbeit dieses Band bis auf die Fasern stärken.“

Dr. Nele Herkt, Geschäftsführerin der SUNK. Foto: Manuel Pape.

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