Naturschutzmaßnahme Wendischbrome

Naturschutzmaßnahme bei Wendischbrome

Schottische Dienstleister helfen beim Naturschutz am Grünen Band

Die Naturschutzfläche Bromer Bogen in Wendischbrome ist Teil des Nationalen Naturmonuments „Grünes Band Sachsen-Anhalt – vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ sowie Nationales Naturerbe (NNE). Die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK) schützt und erhält die Artenvielfalt am Grünen Band mit vielfältigen Projekten. Diese aktuelle Maßnahme setzt auf Galloway-Angus-Rinder zur Wiederherstellung des Lebensraumtypes.

Seit dem Rückbau der Grenzmarkierungen verdrängen konkurrenzstarke Arten, wie die Spätblühende Traubenkirsche und das Land-Reitgras, zunehmend seltene gefährdeten Pflanzenarten. Die Rinder sollen nun dafür sorgen, dass sich diese Arten nicht weiter ausbreiten und sich so ein Mosaik aus Sandtrockenrasen, Silbergras- und anderen Pionierfluren, Flecken von Calluna-Heide bilden kann.

Durch Weidesysteme, in denen Tiere ohne zusätzliche Fütterung und Düngung sich von dem ernähren, was die Fläche hergibt, können naturnahe Prozesse nachempfunden werden. Somit sorgen Verbiss und Viehtritt erfolgreich für die Entstehung eines vielfältigen Mosaiks verschiedener Lebensräume.

Doch es gibt verschiedene Beweidungsverfahren. In Zusammenarbeit mit Frank Meyer von der RANA – dem Büro für Ökologie und Naturschutz aus Halle, wurde sich bei den Flächen in Wendischbrome für eine ganzjährige Standbeweidung entschieden. Diese Entscheidun wurde in Abhängigkeit vom Standort, von der Zielsetzung und dem zu pflegenden Lebensraumtyp gtroffen.

31 Galloway-Angus-Rinder sind Mitte Juli 2021 am Grünen Band Sachsen-Anhalt eingezogen. Unter den Tieren befinden sich acht Ochsen (im Alter über 2 Jahren), welche auf die kleinere Fläche von ca 3,5 ha gebracht wurden. Des Weiteren beweiden 23 junge Ochsen (im Alter zwischen 1-2 Jahren) die zweite Fläche von ca. 6,5 ha.

Die Weidetiere schaffen durch ihr Verhalten Lebensraum für andere Arten. Die SUNK möchte durch den Einsatz dieser Tiere die Sukzession der Naturschutzfläche durch Verbuschung stoppen. Statt eines Waldes aus überwiegend Spätblühender Traubenkirsche soll eine offene bis halboffene Landschaft für den Erhalt besonders bedrohter Tier- und Pflanzenarten geschaffen werden.

Auch die Gemeinde Jübar sowie der BUND unterstützen die Maßnahme der SUNK. Beiden Parteien gehört jeweils ein Hektar der in Wendischbrome beweideten Fläche.