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Veranstaltung

Faszination „Gartenschläfer“

Wir blicken zurück auf einen spannenden Erlebnisvortrag mit Nistkastenbau für den Gartenschläfer im Großen Schloss Blankenburg.

Der kleine Kobold mit Zoro-Maske, der inzwischen sehr seltene Gartenschläfer, braucht dringend unsere Hilfe! Sein Lebensraum verschwindet vielerorts, denn neben abwechslungsreichen Wäldern liebt er Obstgärten mit Unterschlüpfen wie Geräteschuppen oder Holzstapeln. Um auf den bedrohten Kleinsäuger aufmerksam zu machen und direkt zum Mitmachen einzuladen, veranstaltete die SUNK am 21. November den SUNK-Themenabend „Faszination Gartenschläfer“ im Grünen Schloss Blankenburg.

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In einem packenden Erlebnisvortrag erläuterte Jakob Ahrenberg von der Deutschen Wildtierstiftung mit eindrucksvollen Bildern und Geschichten, warum der Gartenschläfer immer seltener wird – und was jeder Einzelne tun kann, damit er überlebt. Viele der Strukturen, die er liebt, verschwinden – Nusssträucher, Obstbäume, alte Mauern und Gartenschuppen oder Ecken mit Brombeeren und Geißblatt. Umso wichtiger: Ersatzquartiere schaffen, in denen er geschützt seinen Nachwuchs großziehen kann.

Daher blieb der Abend nicht theoretisch. Im anschließenden Mitmach-Workshop griffen nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder beherzt zu Schraubenzieher und Holz – und bauten Nisthäuschen für den kleinen Kobold. Am Ende verließen über 20 Teilnehmende den Veranstaltungsort mit selbstgebauten Nisthilfen – bereit, diese in Gärten, auf Schulhöfen oder Vereinsgeländen aufzuhängen und die passenden Biotopstrukturen zu schaffen. Damit entstehen nun in der Region um Blankenburg konkrete neue Quartiere für den Gartenschläfer. Der Themenabend war somit weit mehr als ein Erlebnisvortrag und Workshop: Er war ein Aufruf zum Mitmachen – und ein erster Schritt, um dem heimlichen Nachbarn einen Platz in unserer Region zurückzugeben.

Was können Haus- oder Gartenbesitzer tun, um den Gartenschläfer und die anderen Bilcharten wie Siebenschläfer und Haselmaus zu schützen?

  • Ein Nistkasten ca. auf 1,30 m Höhe für Gartenschläfer aufhängen – wichtig: das Einstiegsloch zeigt zum Baum, damit der Marder nicht einsteigt. Zur Bauanleitung
  • Keine Mäusefallen oder Gift auslegen
  • Obstbäume, Brombeeren, Himbeeren, Haselnüsse, Walnüsse, Geißblatt pflanzen
  • Hecken, Sträucher, Gehölze und alte Mauern möglichst naturnah belassen
  • Gartenbeleuchtung reduzieren – denn der Kobold ist nachtaktiv und scheu
  • Auf Pestizide verzichten
  • Ihre Beobachtung der SUNK (oder der Deutschen Wildtierstiftung) melden

Jeder Beitrag zählt und bereits kleine Maßnahmen können helfen, Lebensräume zu sichern. Mit seinen Gärten, Hecken, alten Obstbäumen und Streuobstwiesen bietet Blankenburg eigentlich ideale Bedingungen für den Gartenschläfer.

Doch wie der Vortrag zeigte, gibt es keine aktuellen Nachweise im Ostharz. Die SUNK möchte mit der Veranstaltung Bewusstsein schaffen und konkret zeigen: Artenschutz beginnt im Kleinen – und jeder Haushalt kann ein Teil der Lösung sein.

Das Anlegen von idealen Biotopstrukturen für den Gartenschläfer kann durch die SUNK finanziell gefördert werden.

Mehr Informationen zur SUNK-Projektförderung

Sandra Goltz-DanglerLeiterin Komm. & ÖA

Telefon: 0391 556866-24Mobil: 0151 64842698E-Mail: goltz-dangler(at)sunk-lsa.de

Manuel Pape-RaschkeKomm. & Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 0391 556866-24Mobil: 0171 5545813E-Mail: pape-raschke(at)sunk-lsa.de

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