
Sieben Jahre alt war das jüngste Mitglied der Wandergruppe, mehr als 80 das älteste. Rund 50 Menschen machten sich bei der traditionellen Herbstwanderung der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK) auf den Weg durch den Naturerbewald Blankenburg. Ziel war die Wilhelm-Raabe-Warte, die in diesem Jahr ihr 130-jähriges Bestehen feiert.
An verschiedenen Stationen gab die SUNK Einblicke in die Naturschutzarbeit. Im Mittelpunkt standen der Erhalt wertvoller Eichenlebensräume, die Bedeutung der sogenannten Weisergatter sowie das Monitoring von Eulen- und Spechtarten. Dabei erfuhren die Teilnehmenden unter anderem, woran sich verschiedene Spechtarten unterscheiden lassen und warum Spechte beim Hämmern auf Baumstämme keine Kopfschmerzen bekommen.
Auch die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald wurden thematisiert. Eine weitere Station widmete sich den Kleingewässern im Naturerbewald und ihrer Bedeutung für die Artenvielfalt. Mitglieder des Harzklubs ergänzten die naturkundlichen Informationen um historische Einblicke, unter anderem zur früheren Erz-Trassenbahn.
Auf dem Weg ließ sich unter anderem ein Kleiber beobachten. Nach rund 90 Minuten erreichte die Gruppe die Wilhelm-Raabe-Warte. Dort konnten die Teilnehmenden die 106 Stufen bis zur Aussichtsplattform hinaufsteigen und den Blick über die Region genießen.
Anschließend begann rund um die 130 Jahre alte Warte das gemeinsame Jubiläumsfest. Der Harzklub Zweigverein Blankenburg, die SUNK, die Stadtwerke Blankenburg und die Harzer Wandernadel hatten ein Familienprogramm mit Waffeln, Kindertanz, Artenquiz und Informationsständen vorbereitet.

„Solche Veranstaltungen leben von starken Partnerschaften vor Ort. Mit den Stadtwerken Blankenburg verbindet uns bereits eine wertvolle Zusammenarbeit bei gemeinsamen Trassenprojekten. Für das Jubiläum der Wilhelm-Raabe-Warte konnten wir diese Zusammenarbeit gemeinsam mit dem Harzklub und der Harzer Wandernadel weiterführen. Es ist schön zu sehen, wie aus solchen Verbindungen gemeinsame Erlebnisse für die Menschen in der Region entstehen“, sagt SUNK-Geschäftsführerin Dr. Nele Herkt.
Die Verbindung von Naturerlebnis, Umweltbildung und dem Jubiläum der Wilhelm-Raabe-Warte machte den Tag zu einem gemeinsamen Erlebnis für Besucherinnen und Besucher jeden Alters.
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