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Erster Sensen-Kurs der SUNK

Wie mäht man eine Wiese schonend, effizient und zugleich naturnah? Zwölf Personen kennen die Antwort jetzt genau, denn sie nahmen am ersten Sensen-Kurs der SUNK teil.

Der kostenlose Workshop fand auf einer Streuobstwiese im Naturschutzgebiet Kreuzhorst bei Pechau statt.

Mit dem Angebot wollte die Stiftung eine traditionelle Form der Wiesenbewirtschaftung vermitteln und zugleich das Bewusstsein für den Wertartenreicher Wiesenlebensräume stärken.

Die Teilnehmenden aus ganz Sachsen-Anhalt brachten dabei unterschiedliche Beweggründe mit: Während einige das Wissen für die Pflege der eigenen Streuobstwiese nutzen möchten, planen andere den Einsatz der Sense in Vereinsprojekten.

Angeleitet wurde der Kurs von Sensenlehrer Gerald Ulrich aus Roßlau. Schritt für Schritt führte er die Gruppe in die Grundlagen der Handwerkstechnik ein. Zunächst stand das Dengeln auf dem Programm: das fachgerechte Ausformen einer scharfen Schneide am Sensenblatt. Anschließend lernten die Teilnehmenden das regelmäßige Nachschärfen während der Schnittarbeit. Weitere Inhalte waren die Auswahl einer geeigneten Sense sowie die richtige Mähtechnik.

Den praktischen Höhepunktbildete schließlich die Arbeit auf der Wiese selbst. Mit ruhigen, gleichmäßigen Bewegungen setzten die Teilnehmenden das Gelernte um und erfuhren, warum das Sensen oft als eine Art „Tanz durch die Wiese“ beschrieben wird. Es fördert Körpergefühl und Entschleunigung. Sensen vereint traditionelles Handwerk mit einer effektiven und besonders schonenden Form der Wiesenpflege.

Artenreiche Wiesen zählen zuden wertvollsten Lebensräumen für zahlreiche Insekten-, Pflanzen- und Vogelarten. Die schonende Bewirtschaftung mit der Sense kann dazu beitragen, diese Lebensräume zu erhalten und die biologische Vielfalt zu fördern.

 

Für Katja Hieckmann von der SUNK, die den Sensenkurs organisiert hat, ist das große Interesse ein positives Signal:

„Viele Menschen möchten nicht nur über Natur- und Artenschutz sprechen, sondern selbst aktiv werden. Dieses Engagement verdient Unterstützung.“

Die Stiftung SUNK fördert deshalb Umwelt-, Natur- und Klimaschutzprojekte in Sachsen-Anhalt mit bis zu 20.000 Euro pro Vorhaben. Neben praktischen Maßnahmen zum Erhalt von Lebensräumen können auch Projekte der Umweltbildung gefördert werden.

Ihre Ansprech­personen

Katja Hieckmann

Projektförderung

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