Sicherung des Grünes Bandes Sachsen-Anhalt
durch Flächenübernahme und Entwicklung zum Biotopverbund

Rund 1.600 ha im Bereich der ehemaligen innerdeutschen Grenze, dem sog. Grünen Band, wurden der Stiftung übertragen.

Das Grüne Band Sachsen-Anhalt, d. h. der linienhafte Bereich zwischen der ehemaligen Grenze und dem Kolonnenweg, ist mit 343 km Länge ein wichtiger Bestandteil des deutschen und sogar europäischen Biotopverbundsystems zwischen der Norwegisch-Russischen Grenze und dem Schwarzen Meer.

Die SUNK ist mit gut einem Drittel des Flächenanteils in Sachsen-Anhalt der größte Flächeneigentümer.

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Sicherung und Erhalt der biologischen Vielfalt durch die Entwicklung eines halboffenen Biotopverbundsystems und die Bewahrung der historischen Erinnerung an die friedlich überwundene Teilung sind Entwicklungsziele, die es im Rahmen des Flächenmanagements umzusetzen gilt. Als Grünes Band soll der Verlauf der einstigen Grenzlinie für künftige Generationen sichtbar und durch sanften Tourismus erlebbar gestaltet werden.

Die Landesregierung Sachsen-Anhalts hatte im Koalitionsvertrag 2016 angekündigt, die Ausweisung des Grünen Bandes als Nationales Naturmonument voranzutreiben. Am 24. Oktober 2019 war es soweit. In zweiter Lesung wurde das Grüne-Band-Gesetz durch den Landtag von Sachsen-Anhalt in Kraft gesetzt.

Naturschutzrechtlich stehen bereits 77 % der Flächen zwischen ehemaliger Landesgrenze und Kolonnenweg unter Schutz. Jedoch erst mit der Ausweisung des Grünen Bandes als Nationales Naturmonument nach § 24 Abs. 4 Bundesnaturschutzgesetz wird ein durchgängiger Schutzstatus geschaffen, der die Bedeutung von Natur und Geschichte gleichermaßen anerkennt.


Foto (1-3; 5) Sebastian Grimm, Foto (4) Karsten Sett